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Mein Blogg

Ich habe mir einen Blog eingerichtet.

Wow.

Eigentlich hatte ich ja schon einen. Aber der ist von MSN. Na ja, egal.

Was mich dazu bewegt hat, diesen Blog zu eröffnen?

 

Vielleicht um der Welt ein bisschen was zu erzählen von meinen Dasein. Obs nun jemanden interessiert oder nicht.

Ich habs geschrieben und das ist gut so...

 

Viele liebe Grüsse

Eure Jam

19.11.06 23:33, kommentieren

20.11.2006

Nur ein Augenblick, ein kurzer Moment kann alles ändern. Ein Wort, ein Satz, ein Gefühl lässt nichts wie vorher. Die Zeit wartet nicht. Die Zeit bleibt nicht stehen.

Manchmal habe ich das Gefühl ich sei nur kurz eingenickt. Nur ganz kurz nicht aufmerksam gewesen. Vielleicht sogar nur einen Augenschlag lang.

Doch wenn ich dann wieder erwache, wenn ich wieder zuhöre, wenn ich wieder sehe, ist nichts mehr wie vorher. Alles scheint verändert. Alles scheint anders.

Es ist ein Augenblick in welchem wir den ersten Atemzug auf dieser Erde machen, ein Moment in welchem wir das erste Wort sagen, die ersten Schritte tun. Ein kurzer Augenblick in welchem wir einen Vertrag unterschreiben, einen kurzen Augenblick in welchem wir das definitive Ja geben, in welchem wir etwas ablehnen. Ein winziger Moment in welchem wir einen riesen Schritt machen. Ein kleiner Zeitraum in welchem wir über unsere Zukunft entscheiden.

Was uns bleibt ist die Zeit, bis der entscheidende Moment kommt. Doch selbst Zweifel und Sicherheit lassen uns nicht wirklich sehen, was wir in nur einem Moment alles anstellen können.

Für meine Schwester entsteht eine Zeit der Vorbereitung. Sie ist sich jetzt sicher. Sie denkt sie weiss das sie die Hochzeit so will. Doch was wird vor dem Altar sein? Nur ein kleiner Augenblick in dem sie ihren Freund anschaut und ja sagt. Ist es dann wirklich noch das ja, auf welches sie sich vorbereitet hat? Ist es ein ja, weil es alle so erwarten? Ein ja, weil sie sich schon daran gewöhnt hat? Ist es ein ja weil sie vor dem Nein Angst hat? Es wird ein ja sein. Doch nur das ja einer Sekunde.

 

Es ist auch nur ein Augenblick in welchem wir sterben. Wir nehmen die Entscheidung nicht an, wir lehnen diese Entscheidung nicht ab. Sie kommt einfach, sie überrollt uns, und wir können nicht anders. Der Augenblick entscheidet für uns.

Alles ist nur ein kurzer Moment. Und doch wärt es lange. Die folgen können uns erschlagen. Sie können uns zerstören.

Ich sehe um mich herum die Veränderungen. Ich sehe meine Mädchen, wie sie fröhlich verkünden, wie glücklich frisch sie liirt sind. Ich sehe sie auch weinen, weil durch eine kurze Tat etwas zerstört wurde. Was versuche ich da noch dagegen einzuhalten. Ich versuche mit zu kommen, mit den Veränderungen. Sie zu akzeptieren. Sie hinzunehmen wie sie kommen. Dabei sehe ich meine eigenen Entscheidungen nicht mehr. Ich übersehe sie. Vielleicht verdränge ich sie auch. Ich habe Angst vor ihnen. Ich muss zuerst mit den Veränderungen der Leute um mich herum klarkommen.

Gestern noch bin ich mit meiner Freundin in den Ferien gewesen. Wir haben unsere Freiheit genossen und die Aufmerksamkeit der Männer gesucht. Jetzt ist sie in einer Beziehung. Wir gehen nicht mehr zusammen in die Ferien. Wir suchen nicht mehr gemeinsam die Aufmerksamkeit der Männer.

Wir spielen nun in anderen Ligen.

Erst kürzlich habe ich jemanden im Arm gehalten. Ich habe sie getröstet und ihr Mut zugesprochen. Jetzt lächelts sie mich an und ihr geht es wundervoll. Sie hat jemanden der sie schätz gefunden. Sie weint nicht mehr. Ich muss sie nicht mehr trösten.

Auch wir spielen nicht mehr auf der selben Ebene.

Meine Schwester wird heiraten. Früher war sie einfach meine Schwester. Jetzt ist sie bald die Frau meines Schwagers.

Und doch obwohl wir alle auf anderen Ebenen sind, haben wir immer noch unsere kurzen gemeinsamen Augenblicke.

Doch es ist schwer für mich, zu akzeptieren, wie sich die Dinge verändern. Mir fällt es schwer nach vorne zu schauen. Doch ich tue es. Obwohl ich Angst habe. Obwohl ich manchmal die Veränderungen scheue. Ich liebe das Neue. Doch ich mochte auch das Alte. Die Zeit, welche an mir vorbeirast, möchte ich anhalten. Ich möchte sie geniessen können und nicht einfach vorbeiziehen lassen.

Doch mir bleibt nichts anderes übrig als zuzusehen und zu akzeptieren. Wie mit dem Tod, er kommt ohne uns zu Fragen. Er wird da sein. Genau so sind die Veränderungen da. Genau so sind es die kleinen Augenblicke und Momente.

Ich habe immer noch meine Erinnerungen. Sie bleiben mir. Wie auch die Angst. auch sie bleibt mir.

Der kurze Moment schmerzt und tut weh. Doch er ist da.

Aber ich habe Angst zu blinzeln. Denn öffne ich die Augen, lächelt mich die Veränderung an.

20.11.06 22:23, kommentieren